Die Batteriezündung
Die Honda CB250G besitzt eine mechanische Zündung mit jeweils einem Unterbrecherkontakt pro Zylinder. Die sogenannte Batteriezündung folgt dem Prinzip der Selbstinduktion. Der Strom für die Zündspulen kommt aus der eingebauten Batterie im Motorrad. Sobald die Zündung eingeschaltet wird, liegt am Plus-Anschluss der Zündspulen Spannung an. Der Minus-Anschluss der Spule ist mit dem Unterbrecherkontakt des jeweiligen Zylinders verbunden. Sobald sich die Nockenwelle dreht, schalten die Kontakte die Primärwicklung der Zündspulen an und aus, indem sie die Verbindung zu Masse herstellen oder unterbrechen. Wenn die Kontakte geschlossen sind, entsteht in der Primärwicklung der Spule ein immer stärkeres Magnetfeld. Sobald dann der Kontakt unterbrochen wird, induziert dieses Magnetfeld in der Sekundärwicklung der Spule eine hohe Spannung. Die Spannung wird durch Änderung des Magnetfelds verursacht. Diese hohe Spannung wird über ein Kabel an die Zündkerze geleitet, wo der Zündfunke zur Masse überspringt und das Benzin im Brennraum entzündet.
Formel für Primär- und Sekundärspule: U1 : U2 = N1 : N2
- “U1” ist die Spannung an der ersten Spule in Volt
- “U2” ist die Spannung an der zweiten Spule in Volt
- “N1” ist die Windungszahl der ersten Spule
- “N2” ist die Windungszahl der zweiten Spule
Wofür ist nun der Kondensator an der Zündspule? Der Kondensator nimmt die “Spannungsreste” der Primärwicklung auf und verhindert dadurch, dass ein Abrissfunken und Funkenfeuer entsteht. Bei einem defektem Kondensator verschleißen somit die Kontakt weitaus schneller. Desweiteren gibt der Kondensator die gespeicherte Energie beim erneuten Schließen der Kontakte wieder ab und steigert so die Zündleistung der Zündanlage.

Leave a reply